
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: für die Horde!
erfrischend anders
Ich erfüllte gerade widerwillig den neuesten Auftrag von Mr.L in Dalaran, als ich angeflüstert wurde, ob ich die weekly schon hätte.
Ähm.
Nein.
Will ich nicht, mach ich nicht.
Bereits beim Tippen meiner Absage sah mich von einem Grüppchen 80er umringt, die sich zusammengetan hatten, die Aufgabe Noth, der Seuchenfürst muss sterben zu bewältigen.
Kommst du mit? Kannst du Schaden machen?
Ich verdrehte die Augen und hatte eine bitterböse Antwort in den Fingern, dass die Aufgabe von lächerlichen Plattendöschen ja nun nicht primär darin bestehen würde, Schaden zu machen, als ich merkte, dass ich tatsächlich einfach nur gefragt wurde, ob ich als DD mitgehen würde.
Nicht als Tank oder Heiler, sondern um Schaden zu machen.
Niemand hatte gefragt, wieviel dps ich fahren würde oder wie hoch mein Gearscore wäre oder ob ich e&e hätte (mein neues Un-Wort).
Ich merkte sehr deutlich, wie sehr mich die letzten Tage verbittert haben.
Wir haben nicht genug Leute, wir machen das einfach nur mit halber Besetzung.
Ich riss die Augen auf. Und schloss mich einem Schlachtzug an.
Wir flogen gemütlich von Dalaran aus Richtung Naxxramas und ich traute dem Frieden nicht. Niemand schrie gogogo, keiner wollte einen Port haben, es war höchstverdächtig.
Die darauffolgende halbe Stunde war bei Weitem das Amüsanteste, was ich seit langem erlebt habe. Es hatte viel mit falscher Skillung, vergessenem Essen, falschen Waffen und Sterben zu tun.
In traumwandlerischer Sicherheit gingen ein Todesritter und ein Paladin davon aus, dass der jeweils andere tanken würde.
Der Priester wunderte sich über seine Heilung, bis wir merkten, dass die angelegte Angel ziemlich schlechte Werte aufwies.
Auf das Kommando: Pull mal den Gargoyle und komm damit her hin fühlten sich leider recht viele Mitstreiter angesprochen und keiner davon hatte Tankequip an. Hossa, machen die Viecher einen Schaden.
Dem grünen Orc, der so fassungslos feststellte, dass Noth sich "ja nicht mal auf seinen Balkon teleportiert hat, weil er so schnell tot war" sei versichert, dass Noth sich wirklich wirklich gerne dort aufhält.
Und auch gerne öfter.
Und länger.
Und dass eine Menge Skelette und Champions aus den Skeletthaufen kommen, die auch nicht weniger werden, wenn alle so ein bisschen tanken und heilen und Schaden machen. ^^
Tränen gelacht und um einige Kontakte in der Freundesliste reicher. Made my day.

Loomi 13.07.2010, 17.30 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Morgenstund...
Es gibt kaum etwas Schöneres, als den Tag noch unter Sternen zu beginnen.
Mein Windreiter erholt sich von den Strapazen des vergangenen Tages und ich gönne ihm noch ein Weilchen Schlaf, während ich bereits Pläne für das nächste Abenteuer schmiede.
Heute werden wir nach Nagrand fliegen, vielleicht ein Picknick machen, vielleicht ein paar Oger beklauen. Vielleicht treibt es uns auch unterwegs ganz woanders hin ... wer weiß das vorher schon so genau...
Loomi 08.06.2010, 05.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL
Was für ein Service
Kaum meckert man so ein wenig, dass man sich immer verpasst, bekommt man auch schon Besuch.
Sehr sympathischen Besuch, der mir ein neues Lieblingswort bezüglich des Heilens als Paladin geschenkt hat, der mich so ein wenig motiviert hat, die Sache etwas lässiger anzugehen und von dem ich hoffentlich nicht das letzte Mal gelesen habe. ^^
Schön wars. :)
Loomi 29.05.2010, 00.05 | (0/0) Kommentare | PL
Raidgilde
Ich habe gestern Abend mal wieder ein sehr angenehmes längeres Gespräch geführt.
In aller Kürze: es winkt ein fester Raidplatz.
Und nicht wie bei meiner urprünglich ins Auge gefassten Raidgilde als Heiler, sondern als DamageDealer.
Ein Traum.
Neue Herausforderungen, die Möglichkeit, den Endkontent live und in Farbe mitzuerleben und natürlich die Vorbereitung auf Größeres, das da noch kommen mag.
Eine echte Herausforderung.
Loomi 13.01.2010, 07.00 | (5/1) Kommentare (RSS) | PL
Guten Rutsch!

Auf ein erfolgreiches 2010!
Für die Horde!
Loomi 31.12.2009, 23.59 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL
Für die Horde! Für die Horde?
40 Hordler.
40 Mal Stufe 80, bis an die Zähne bewaffnet.
Und ich mittendrin.
Unser Ziel ist Varian Wrynn, hässlicher Anführer der Menschen.
Sturm auf Sturmwind, ohne Gnade.
Wir machen uns auf den Weg, sammeln uns unter fähiger Führung.
Der Schlachtzugleiter ist ein erfahrener Raidführer, der uns in unsere Schranken weist und uns - diesem Haufen Hordler - unerbittlich Befehle gibt, damit unser Unternehmen ein Erfolg wird.
Ich schlucke und komme mir sehr sehr klein vor.
Die finale Frage: Möchte jemand den Schlachtzug verlassen?
Nein. Ich bleibe dabei. Ich kämpfe! Gegen die Allianz! Für die Horde!!!
Die letzten werden geportet, wir reiten los, die Mauern von Sturmwind ragen hoch vor uns auf und wir morden uns gnadenlos durch Wachen und Allianzler, die versuchen, ihren König zu schützen. Ohne Erfolg.
Varian Wrynn stirbt. Sturm auf Sturmwind!

Adrenalindurchtränkt schreit die Gruppe nach mehr und so reitet der ganze Schlachtzug wenige Minuten später Eisenschmiede entgegen.
Eisenschmiede, Hauptstadt der Zwerge, Sitz des Königs Magni Bronzebart, König des Königreichs von Khaz Modan, Lord von Eisenschmiede.
Wir stürmen das Tor, treffen auf massiven Widerstand von inzwischen vorgewarnten Allianzlern und kämpfen uns den Weg zu Magni Bronzebart frei.
Verluste auf unserer Seite, aber nach wenigen Minuten liegt König Magni Bronzebart am Boden.
Tot.
Tod dem König!!!

Ich buffte vor jedem Start noch die letzten Ankömmlinge, während vorne die ersten Gerangel um die Schlachtzugführung laut wurden.
Unser Anführer - ein sehr guter Anführer! - hielt dem stand und kommandierte die Gruppe Hordler im Blutrausch zielsicher an den Sammelpunkt.
Einige hatten beim Ritt über das Meer keine eisigen Pfade auf sich und ein Schamane, der schon am Treffpunkt war, nahm den Weg zurück auf sich und buffte alle einzeln mit Wasserwandeln. So auch mich. Ich lief mit ihm noch mal zurück und wir Nachzügler kamen später zum Treffpunkt.
Streit flammte auf, es wurden Strategien in Frage gestellt, alles ging nicht schnell genug, weil die geifernde Menge unbedingt den Erfolg 'Für die Horde!' haben wollte und ich nutzte die Zeit, den Kopf zu schütteln und den Rest zu buffen.
Ausgemacht für das Ziel des Schlachtzugs war: Sturm auf Sturmwind!
Aber es ist anscheinend schwer, den Hals voll zu kriegen, wenn man das Ziel so nah vor Augen hat.
Ich fing an, mich unwohl zu fühlen.
Beim Antritt der Reise nach Darnassus, per Schiff, geschah es dann: Ein Hordler fiel vom Steg, während der gesamte Schlachtzug schon auf dem Schiff stand und dieses Schiff losfuhr.
"Mann über Bord!" rief Seabhac und die ersten hämischen Kommentare waren zu lesen. 'Zu dumm, um über einen Steg zu laufen', war da noch der freundlichste.
Unser Schlachtzugführer tadelte, befahl aber am Ankunftsort einen Port. Problem: der Zurückgebliebene war im Kampf und konnte den Port nicht annehmen.
Geschrei ertönte, er wäre selber dafür verantwortlich und man solle losreiten, das Oberhaupt der Nachtelfen, Tyrande Wisperwind, töten.
Unser Leiter wartete trotzdem und der inzwischen kampffreie fehlende Hordler wurde nachgeportet.
Der Sturm auf Darnassus war ungestüm, unkompliziert und ohne Widerstand, dass noch während des Kampfes Stimmen laut wurden, danach nicht zu porten, sondern den direkten Weg über Auberdine zur Exodar zu nehmen.
Alle am Leben, aber dieser wilde Haufen Hordler war so unbändig, dass einige losstürmten und schon auf dem Schiff nach Auberdine waren, während andere gerade erst aus dem Portal aus Darnassus kamen.
Teilweise schwer verletzt, weil die Heiler schon weg waren.
Ich heilte mit so gut ich konnte, immer im Kampf, unter Beschuss und Zaubern und ohne die Möglichkeit von Instantheilungen, weil ich im Vergelterbaum unterwegs war - der Schlachtzugleiter kommandierte alle wieder vom Schiff runter und wir standen mit dem Rücken zum Meer auf dem Steg und hielten die Stellung, bis das nächste Schiff nach Auberdine kam.
Alle rauf und in Auberdine standen schon vereinzelte Allianzler.
Die Horde pflügte über den Landungssteg auf die nächste Ablegestelle zu und rettete sich auf das Schiff in die Exodar, als dieses schon abfuhr.
Ich legte meine Hand des Schutzes auf ein Mitglied mit quasi nicht mehr vorhandener Gesundheit, das danach gerade noch aufs Schiff sprang, haute noch eine kleine Blitzheilung raus und blieb von einem Schurken betäubt mit einigen anderen zurück.
Einige Sekunden später war ich tot.
Freigeben, Geistheiler und zurückgerannt zum Steg, aber sofort wieder tot.
Die Allianz sammelte sich.
Der Schlachtzugführer wollte porten, doch wir waren in Kämpfe verwickelt.
Die ersten Allianzgruppen bestiegen das Schiff in die Exodar.
Ich flüsterte dem Schlachtzugleiter die Gruppenstärke des Feindes zu.
35 Hordler standen vor den Toren der Exodar und warteten nur noch auf uns, die Bedrohung schon im Nacken und der Leiter hielt ehrenhaft die Stellung, um uns mitzunehmen.
Ich las die drängenden hämischen Meldungen der Spieler, die uns zurücklassen wollten, unter anderem jenes Hordlers, den ich mit Hand des Schutzes noch aufs Schiff gebracht hatte.
Wiederbeleben beim Geistheiler. Auch dort: Allianzler. Tod.
Endgültige geflüsterte Meldung an den Schlachtzugleiter, dass wir zurückbleiben würden und er gab schlussendlich das Kommando für den letzten finalen Sturm und den Anschlag auf Prophet Velen, Anführer der Draenei.
Wir Handvoll blieben allein zurück und lasen im Schlachtzugchat nach wenigen Minuten den Erfolg der anderen Mitglieder.
Allianzenblut. Sieg.
Kraft und Ehre! Für den Sieg! Alle gemeinsam! Für die Horde!
Wirklich?
Oder doch jeder für sich?

Loomi 26.12.2009, 03.00 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL
Die Hexenmeisterin, der Paladin und der Wichtel
Ich mag ja keine Hexenmeister.
Dass es daran liegen könnte, dass sie mich in Duellen besiegen, weise ich erst mal weit von mir.
Und ihre lodernden Wichteldiener mag ich noch weniger.
Fiese kleine Gesellen, die im besten Fall hinterhältigen Schabernack treiben und im Normalfall überlegen, wie sie die Weltherrschaft an sich reißen können.
Nein. Nein. Nein. Das ist nichts.
Meine heutige Reise führte mich nach Todesend ins Startgebiet der Untoten. Sehr unangenehm.
Ich diene dem Licht, nicht der Dunkelheit und diese düstere Finsternis in Tirisfal ist Gift für meine Haut und meine Stimmung.
Ich wollte nur kurz einen kleinen Plausch mit Todeswache Saltain halten, da sehe ich eine untote Gestalt in rote Gewänder gehüllt, die mich freundlich grüßt.
Murianaar.

Eine Hexenmeisterin. Ich war fast soweit, in Betracht zu ziehen, dass eine Hexenmeisterin durchaus ein freundliches Wesen sein kann, da trat auch schon Zortog auf den Plan.
Das hässlichste Wesen, das man sich nur vorstellen kann.
Ungläubig bestaunte ich die innige Bindung, die Murianaar und dieses Wesen zueinander hatten. Er unterstützte sie im Kampf und beschützte sie.
Beinahe zärtlich gingen die Beiden miteinander um. Misstrauisch nach außen und nach innen von einem blinden Verständnis geprägt, das seinesgleichen sucht.
Ganz anders als Jäger und ihre Tiere, wie ich es von Bullwai kenne.
Ich sah den misstrauischen Blick aus gelb leuchtenden Augen und blickte skeptisch auf den kleinen hüpfenden Teufel.
Na das konnte ja heiter werden.
Murianaar und ich reisten gemeinsam nach Brill und auf dem Weg haben wir tatsächlich den Nachtelfirokesen getroffen, den ich schon ins Reich der Legenden verbannt hatte.
Aber nein: er existiert tatsächlich!

Als Untote hat Murianaar hervorragende Beziehungen zu den Verlassenen, die mir heute schon eine unglaubliche Rufsteigerung bei der Fraktion Unterstadt beschert haben.
Nur noch wenige tausend Rufpunkte, dann bin ich dort ehrfürchtig.
Es verspricht, ein spannendes Abenteuer zu werden.
Loomi 22.12.2009, 00.15 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL
In Trauer
Manchmal steht eben auch in Azeroth die Welt still.
Ich würde gern schreiben 'wir sehen uns', aber ich weiß einfach nicht, ob das noch einmal passieren wird.

Und dann meinen Weg weitergehen.
Langsam.
Für die Horde!
Ich stehe am Scheideweg.
Ich habe außerhalb von Azeroth ein derart komplexes Leben mit Verpflichtungen und unvorhersehbaren Dingen, die mich auch mal plötzlich von einer Sekunde auf die andere aus Azeroth wegholen können.
Eine Gilde... Viele vertraute Hordler, die einen am Abend begrüßen und begleiten. Ja, das fühlt sich gut an. Ein guter Teil meiner Selbst sehnt sich nach diesem Zusammengehörigkeitsgefühl.
Aber ich kann das nicht zurückgeben. Ich kann nicht zu festen Zeiten an Raids teilnehmen. Ich muss in meiner Aufgabe als Heiler, die ich eigentlich antreten wollte, Verantwortung für meinen Tank übernehmen. Ich muss da sein. Und kann nicht mittendrin einfach sagen: Hey, hier ruft gerade jemand. Bis morgen.
Das geht nicht.
Und so stehe ich erst einmal allein da.
Als Vergelterpaladin, der inzwischen eine Stärke erreicht hat, die mir selber Angst macht.
Ich erreiche Schadenswerte, die die Jener übertrumpfen, die ich einst für unbesiegbar hielt.
Ich habe meine Gefährten inzwischen hinter mir gelassen und ich will weiter.
Höher, größer, schneller, besser.
Ich will meine Grenzen kennenlernen.
Weiß ich doch, dass ich sie nicht einmal angekratzt habe bislang.
Ich kann mich aber nicht in den Dienst einer Gilde stellen.
Die Verpflichtung ist zu weitreichend.
Ich würde sie nur im Stich lassen, wenn meine Prioritäten außerhalb des Spiels liegen.
Vielleicht ist es Zeit, allein weiterzuziehen.
Loomi 20.12.2009, 22.07 | (0/0) Kommentare | PL

